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Der Begriff Biodiversität entstand Mitte der 1980er Jahre. Er wurde im wissenschaftlichen Umfeld zunächst durch das Erscheinen eines Buches des amerikanischen Biologen Edward O. Wilson mit dem Titel "Biodiversität" bekannt. Auf der UNO-Weltkonferenz von Rio de Janeiro 1992 wurde die Erhaltung der Biologischen Vielfalt der Erde (Biodiversität) neben dem Klimaschutz als eine der zentralen Herausforderungen international anerkannt.
In der Konvention werden als Biodiversität verstanden:
- die Diversität innerhalb von Arten, d.h. die genetische Diversität aller Organismen
- die Diversität der Arten, d.h. die Artenvielfalt der Ökosysteme, und
- die Diversität zwischen den Ökosystemen, d.h. die Vielfalt der ökologischen Systeme auf dem Festland und im Wasser
Wer braucht biologische Vielfalt?
- Vielfalt ist inhärente Eigenschaft des Lebens
- Kulturen und Technologien basieren auf Biodiversität
- Kultureller Wert
- Ökonomischer Wert
- Vielfalt als Kapital und Versicherung
Als wesentliche Bedrohungsfaktoren gelten:
- Biotopvernichtung und Umwandlung in bewirtschaftete Monokulturen
- unkontrolliertes Befischen, Bejagen oder Sammeln
- Veränderung der Umwelt durch Verbauung, Verschmutzung und Klimaänderung
- Verdrängung einheimischer durch invasive Arten
(Vortragsmitschrift)
Zusammenfassung
- Die Biodiversitäts-Materie ist äußerst komplex - komplexer als Klimaproblematik
- im Detail große Wissenslücken, manches kontrovers diskutiert
- aber viele Trends eindeutig oder plausibel
- das heutige Artensterben ist singulär (letztlich durch 1 Art über viele Ursachenkomponenten in Gang gesetzt) und läuft sehr rasch ab
- Veränderungen unterliegen stark unterschiedlichen Zeitskalen
- in Medienberichten dominieren übertriebene Dramatik oder Beschwichtigung (Suche nach Spektakulärem und Extrem-Meinungen)
- Biodiversitätsverlust ist nicht aufzuhalten, sondern ein Begleitphänomen der Kulturen und des Kulturwandels
- wir können, wie beim Klimawandel, nur das Ausmaß beeinflussen
- inhaltliches Grundverständnis über den „Wert“ der Biodiversität scheint Voraussetzung als Basis für Bereitschaft zu Gegenmaßnahmen
- didaktisch nicht einfach zu vermitteln
Links:
Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe Universität
BioFrankfurt
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